Schwarze Löcher - die unendliche Geschichte | Frag den Lesch

Zu kaum einem anderen Phänomen im Universum erreichen Harald Lesch so viele Fragen wie zu Schwarzen Löchern. Von ihnen geht eine ungeheure Anziehungskraft aus.Gleichzeitig dringt keine Information aus ihnen heraus. Harald Lesch schlägt den Bogen von den alles verschlingenden "Monstern" über die Frage nach der Antimaterie bis hin zu den Bedingungen unserer Existenz.

Video herunterladen

KOMMENTARE

  • Wie hoch ist eigentlich die dichte eines schwarzen loches? Und ist diese dichte absolut? Sind bei einem Schwarzen loch atome an atome gereiht? Oder ginge es noch dichter? :-)

    Hacked by UnunpentiumHacked by UnunpentiumVor 2 years
    • Der größte seit Langem verbreitete Stuss ist das derzeit angenommene Standardmodell der Kosmologie, das man mit allen möglichen Zusatzannahmen wie Inflationshypothese, dunkler Materie oder dunkler Energie zu stützen versucht. Hier nur ein Problemfall als Beispiel: Nach dem Stand der Erkenntnisse können supermassive Schwarze Löcher innerhalb von 13,7 Milliarden Jahren nicht annähernd entstanden sein. Sofern das zutrifft, sind sie sehr viel älter, aber das widerspräche der liebgewordenen Hypothese vom Urknall als Einzelereignis. Vahe Gurzadyan und Roger Penrose lieferten hierzu bedenkenswerte Ansätze. Dazu gehört unter anderem eine zwischenzeitliche Abnahme der Entropie, was nach dem aktuellen, mangelhaften Verständnis von Zeit deren Rückwärtslaufen voraussetzen würde. Obwohl die von Richard Feynman nach Inspiration durch John Archibald Wheeler begründete Quanten-Elektrodynamik nach wie vor nicht funktioniert, hat er zumindest dieses Zeitproblem erkannt und sich dessen anzunehmen versucht. Das Auftreten von Gravitationswellen hängt stark vom Schwerkraftgradienten ab. Ist er klein wie etwa bei einem hypermassiven Schwarzen Loch wie "unserem" Universum, hat das naturgemäß Folgen, auch für die Wirkung als Gravitationslinse. Nehmen wir einmal an, die sogenannten Voids in "unserem" Universum seien äußerst supermassive Schwarze Löcher, würden wir wegen deren räumlicher Ausdehnung nicht einmal mehr Akkretionen beobachten können. Das "Hineinfallen" der Materie liefe beinahe "klassisch" ab. Erst recht gilt das für die Materie, die "unser" Universum akkretiert. Das müssen Tausende oder Millionen Sonnenmassen pro Sekunde sein - bei der Größe leicht möglich -, um das "Ziehen" zum Erhalt der Ausdehnung des Weltalls aufrechtzuerhalten. Natürlich wäre dann auch die Inflationshypothese zu "unserem" Universum hinfällig, aber das darf (noch) nicht sein. Wie Lesch schon einmal sagte: Unsinnige Annahmen werden erst überwunden, wenn ihre Verfechter verstorben sind. Die Hypothese von einem einzelnen Urknall ist als modernes Gegenstück zum geozentrischen Weltbild, den Hohlwelttheorien und der flachen Erde zu betrachten. Wie das Vorhandensein von Anhängern der letzteren zeigt, gibt es natürlich immer etliche Ewiggestrige.

      emergencyrecordersemergencyrecordersVor 2 years
    • +emergencyrecorders "Die höchste im Universum beobachtete Dichte ist die von Atomkernen, die in den kleinsten Schwarzen Löchern verwirklicht ist. Mit zunehmender Masse nimmt aufgrund des Abstandsgesetzes die Dichte ab. Das schwerste uns bekannte Schwarze Loch hat die geringste Dichte, nämlich unser Universum. Dass unser Universum ein Schwarzes Loch ist, kann seit 1972 als bewiesen gelten. Es wird nur gelegentlich von ein paar wenigen Forschern angesprochen, die ehrlich genug und auf keinen Arbeitgeber angewiesen sind. Alle anderen streiten es lieber ab oder schweigen darüber wie Lesch, weil sonst neben unzähligen unnützen Planstellen und sinnlosen Forschungsgeldern auch solche für grundsätzlich ehrenhafte, aber zurückhaltende Forscher wie Lesch gestrichen würden." Das ist so ziemlich der größte Stuss, den ich seit langem gelesen habe. Der zweite Post hat so gut wie nichts mit der Frage zu tun und ist ziemlich zusammenhangslos aneinander gehängt. Ne menge Fachwörter, sonst nichts, zumal der letzte Absatz wenig Sinn ergibt. Das Ergebnis einer Kollision zweier schwarzer Löcher hängt von sehr viele Faktoren ab, aber eines steht fest: es gibt keinen "Urknall", "Enspannung von Entartungsdruck", oder irgendetwas "rückwärts ablaufendes". Wenn zwei schwarze Löcher auf einander treffen, verschmelzen sie und verlieren dabei einen Teil ihrer Energie/Masse in Form von Gravitationswellen.

      LethLethVor 2 years
    • @Titan X Pascal User falls es dir nicht aufgefallen ist, als 'unendlich' wird es deswegen bezeichnet, weil die gesetze der physik in der singularität wenig sinn machen. es ist ein veranschauungs-beispiel , weil wir keine klaren infos/messwerte kriegen bis auf gravitationswellen, die kürzlich erst in den Usa aufgezeichnet wurden. 1. 2. und 3. von dir berechtigte fragen, haben aber wenig mit schwarzen löcher zu tun. was glaubst du warum einstein es für einen riss zwischen der 3. dimension und 4. dimension hält?

      David KalaiDavid KalaiVor 2 years
    • Man spricht bei Schwarzen Löchern in dem Sinne von unendlicher Dichte, da die gesamte Energie/Masse auf eine Singularität "konzentriert" ist. Einsteins Gleichungen versagen aber leider bei dem Versuch das ganze zu erklären, eben weil bei r=0 die Dichte gegen unendlich geht. Atome-/Atomkerne gibt es in einem schwarzem Loch nicht mehr. Sämtliche Materie wird schon vorher zerrissen; was bleibt ist Energie. Was genau in einem schwarzen Loch passiert ist dennoch ungeklärt, weil es eben unmöglich ist Informationen aus einem schwarzen Loch zu erhalten.

      LethLethVor 2 years
    • Der Radius beziehungsweise die polaren und äquatorialen Radien des elliptischen Ereignishorizontes eines realen, rotierenden Schwarzen Loches bleiben nicht gleich, sondern wachsen bei Massenzunahme immer gerade so, dass dort die Fluchtgeschwindigkeit gleich der Lichtgeschwindigkeit ist. In den leichtesten Schwarzen Löchern von etwa 1,4 Sonnenmassen, der Chandrasekhar-Grenze, ist die Kerndichte erreicht. Der das Fermi-Gas von Neutronensternen definierende Entartungsdruck wird maximal. Bei Massenzunahme nähme bei konstanter Dichte die Masse mit dem Kubik des Ereignishorizontes zu, die Gravitationswirkung aber nur mit dessen Quadrat ab. Demzufolge nimmt die Dichte infolge des Entartungsdruckes ab. Wie Lesch selbst in einer Sendung über Schwarze Löcher sagt - ich glaube, das war schon in einer Alpha Centauri-Folge - , hat ein Schwarzes Loch von der Größe des Sonnensystems die Dichte von Wasser und eines von der Größe unserer Milchstraße die Dichte von Luft. Weiterhin hat ein Schwarzes Loch von der Größe unseres Universums die Dichte unseres Universums. Man kann nun entweder Lichtgeschwindigkeit, Pauli-Verbot und Entropie einbeziehen oder an Zufall glauben. Das einzig Spannende hierbei ist die Zeit. Nehmen wir an, am Ereignishorizont unseres Universums, der sich unserer Beobachtung - zum Glück, muss man sagen - entzieht, kommt ein kleines, leichtes und daher sehr dichtes Schwarzes Loch an und verschmilzt mit unserem großen. Die Ereignishorizonte überschneiden sich, und das kleine, dichte wird in einem wahren Urknällchen zerplatzen, weil der Entartungsdruck sich entspannt. Nun zur Zeit: Hier würde der Energiesatz verletzt, weil die Fusionsreaktionen rückwärts abliefen, wenn beide Schwarzen Löcher vorher dem selben Zeitsystem unterlägen. Das war aber nicht der Fall - siehe Ereignishorizont, allgemeine Relativität und Lichtgeschwindigkeit. Anders ausgedrückt: Für das kleine, dichte Schwarze Loch ist seine "Ewigkeit" vorbei, und seine Entropie wird augenblicklich von seinem neuen, großen, weniger dichten System bestimmt. Die Fusion wird aus Sicht des "alten" Systems rückgangig gemacht, ohne das "neue" System zu verletzen.

      emergencyrecordersemergencyrecordersVor 2 years
  • über die 4D oder 22D mal nach denken - Die schwarzen Löcher sind dann gar nicht so schwer zu verstehen ;-)

    Stephan KuernerStephan KuernerVor 2 years
  • Marcel H. hat die Frage mit den Schwarzen Löchern gestellt, vielleicht sogar der nun leider berühmte Marcel, ich hoffe eher auf einen Zufall...

    S uperheldS uperheldVor 2 years
  • Herr Professor. Ich würde sie gern auf ein oder zwei glass Bier einladen. Um einen schönen Abend zu plaudern und zu philosophieren. Wie wär das möglich ? Liebe Grüße

    Rick DangerRick DangerVor 2 years
    • ok

      BroskiiBroskiiVor 2 years
Schwarze Löcher - die unendliche Geschichte | Frag den Lesch